Jahresthema 2017

„Der Kirche ein Gesicht geben“.
Die Frage an Herrn Martin Schmuck, Vorsitzender der Kolpingsfamilie
„Was verbindest du mit Kirche?“
„Glaubst du?“
Ich setze mich durchaus kritisch mit der Kirche auseinander. Fragen wie: „verhält sich die Kirche richtig bei der Aufarbeitung der Geschichte ihrer jüngeren Vergangenheit?“ oder „ist die Kirche heute noch zeitgemäß?“ Fragen, die ich nicht immer positiv beantworten kann. Dennoch überwiegt für mich das Positive. Kirche führt zu mehr Miteinander und steht für soziales Engagement und Nächstenliebe. Diese Themen sind zeitgemäßer denn je.

Rebekka Weitz ist zurück

Nach einem Jahr in Mexiko ist Rebekka Weitz, unsere ehemalige Oberministranten, von ihrem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt. Am Patrozinium wird sie nachmittags im Gemeindehaus von ihren Eindrücken berichten. Eindrucksvoll ist der Brief, den ihr der dortige Pfarrer mitgegeben hat. Rebekka hat ihn ins Deutsche übersetzt:
Liebe Brüder und Schwestern der Pfarrgemeinde Sankt Martin in der Diözese RottenburgStuttgart in Deutschland.
Pax et bonum an alle!
Wir grüßen euch und bedanken uns bei euch, dass ihr es Rebekka ermöglicht habt, mit unserer Gemeinde die Erfahrung ihres Freiwilligendienstes zu teilen.
Sie hat Jesu Worte in die Tat umgesetzt: derjenige, der der erste sein will, soll der letzte von allen sein; lernt vom Sohn, der Mensch, der nicht kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen; es ist Zeit für euch, sich gegenseitig die Füße zu waschen.
Wir bewundern eure Fähigkeit eine andere Sprache zu erlernen, sich in eine neue Gesellschaft und fremde Kultur zu integrieren, und die Fähigkeit je nach seinen eigenen Begabungen sich in den Dienst einzubringen. Wir haben Erfahrungen mit drei jungen Deutschen gemacht, an die wir gerne zurückdenken. Erst im Nachhinein können wir so Recht ermessen, was wir mit jedem Einzelnen erleben durften. Rebekkas Gastfamilie ist betrübt über ihr Gehen, weil sie so feinfühlig (ein Hühnerherz haben) mit allen umgegangen ist.
Vergelts Gott. Gott segne euch. Obwohl wir weit von euch weg sind, fühlen wir uns mit euch verbunden.
Mit freundlichen Grüßen, Padre Juan Ruiz Carreño

Burkina Faso im Fokus

Am 22. Oktober feiert missio den Sonntag der Weltmission, die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das westafrikanische Land Burkina Faso und die Situation der Mädchen und Frauen dort. Die Menschen in Burkina Faso haben ihrem Land den Namen “Land der aufrechten Menschen” gegeben. Sie sind stolz auf ihre friedliche Revolution und ihre politische Tradition, auf das gute Miteinander von Christen und Muslimen, auf die ethnische Vielfalt.
Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Vor allem für Mädchen und Frauen ist der Alltag hart. Jahr für Jahr werden tausende Mädchen zwangsverheiratet. Die Müttersterblichkeit ist eine der höchsten der Welt. Die Kirche sieht nicht tatenlos zu. Mädchen und Frauen sollen mit Hilfe von Bildungsinitiativen, Schutzprogrammen, Hilfe zur Selbsthilfe, Verantwortung für ihr Leben übernehmen dürfen. “Du führst mich hinaus ins Weite” lautet deshalb das biblische Leitwort des Sonntags der Weltmission. Es drückt aus, was Menschen mit Gott erleben: Gott eröffnet dem Leben Chancen, wo alles aussichtslos scheint, er schenkt dem Leben Weite.
Wir laden Sie ein am 21. und 22. Oktober in der Pfarrkirche St. Martin die Gottesdienste zu diesem Thema zu feiern.

Missio-Beiträge

Die Missio-Beiträge können vor und nach den Gottesdiensten am 21. und 22. Oktober im BischofMoserHaus bezahlt werden.

Imposanter und berührender Chorgesang zur Ehre Gottes

 


„Die Musik rührt unsere Herzen an, sie stiftet Gemeinschaft“: Mit dieser Begrüßung beim Abschlussgottesdienst am Samstagabend in der St. Martinskirche hat „Hausherr“ Pfarrer Karl Erzberger den Sinn der Diözesankirchenmusiktage auf den Punkt gebracht. Die feierliche Heilige Messe zelebrierte Weihbischof Dr. Johannes Kreidler mit sieben Konzelebranten im mit ca. 800 Chorsängern aus der gesamten Diözese gefüllten Gotteshaus. Unter Leitung von Diözesankirchenmusikdirektor Walter Hirt und Regionalkantor Franz Günthner erklangen, unterstützt von zwei Subdirigenten auf der Orgelempore, mit imposantem Sound die gemeinsam gesungenen Werke, begleitet vom Rottweiler Regionalkantor Wolfgang Weis an der Orgel und dem Nick Novas Brass-Ensemble mit Schlagwerk. Bereichernd hierzu sangen zudem die Leutkircher Kantorei St. Martin und der Kirchenchor St. Moritz aus Rottenburg, die Choralscholen aus Schramberg und Spaichingen sowie die Kantoren Magdalena Sommer und Darius Pfeffer.
Für Ordinariatsrat Dr. Gerhard Schneider sind in seiner Predigt Kirchenmusiktage „Leuchttürme, die hinausstrahlen, Orientierungsmarken, die das vielfältige Gemeindeleben widerspiegeln und in die Herzen der Menschen gehen“. Für viele von ihnen sei die Liturgie erst durch die Musik erfahrbar „und deren missionarisches Potential noch weit nicht ausgeschöpft“. Das diesjährige Losungswort von Augustinus „Über alles soll Amen und Halleluja stehen“ bedeute, dass der Gläubige sich einerseits der Wirklichkeit der Welt stellt und zum anderen schon mit dem Lobpreis Gottes „den Blick auf das Himmlische wagen darf“. Am Ende des Gottesdienstes dankte der stellvertretende Diözesanpräses des Cäcilienverbandes, Pfarrer Klaus Rennemann, „für die ganz vorzügliche, meisterlich bewerkstelligte Organisation des Tages“. An vorderster Stelle nannte er, neben der musikalischen Leitung, die Koordinatorinnen Jutta Steck und Petra Günthner mit ihren zahllosen ehrenamtlichen Helfern aus der Kantorei, dem Jugendchor, Frauenbund und Festausschuss.
Ein „Dankeschön“ gab es zudem für die Stadt und die evangelische Kirchengemeinde, die Räume für die Workshops am Nachmittag zur Verfügung gestellt haben. Gut mit perfekter Beschilderung gefunden und besucht wurden hier alle Angebote, wie „Probendramaturgie“, „Chormanagement“, „Gospel and more“, „Warm ups für Chorsänger“, „A cappella mit Vokalsitz Liederwerkstatt“ und „Offenes Singen“. Nicht wenige nahmen zudem in mehreren Gruppen zur Mittagszeit an den Stadtführungen teil. Bestens lief schließlich auch die Versorgung in den Kaffeepausen und das Mittagessen mit reichlichem Buffet in der Festhalle ab.
KarlHeinz Schweigert